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Füße zum Verlieben
Volkskrankheit Fußpilz
Ist wirklich ein ganzes Volk betroffen, oder warum spricht man von einer Volkskrankheit? Neuere Untersuchungen haben erstaunliche Ergebnisse geliefert. In Deutschland sind ca. 25 - 30% betroffen, also jeder 3.- 4. der Bevölkerung! In Russland müssen sich sogar über 80% mit Fußpilz herumplagen. Damit stellt Fußpilz neben Erkältungskrankheiten vermutlich die häufigste Infektionskrankheit dar. Männer sind von Fußpilz-Erkrankungen häufiger betroffen als Frauen. Sportler stellen eine besondere Risikogruppe dar. Ältere Menschen haben ein höheres Risiko zu erkranken als jüngere. Auch bei Diabetikern und Menschen mit Durchblutungsstörungen können die Erreger leichter Fuß fassen.
Was ist Fußpilz?
Auslöser der Fußmykosen sind in 90% der Fälle mikroskopisch kleine Dermatophyten (Fadenpilze). Der Pilz-Erreger bevorzugt feuchte, warme Hautregionen. Dazu zählen an erster Stelle die Zehenzwischenräume. Oft ist die Haut dort leicht aufgequollen und rissig, sodass der Fußpilz leicht eindringen kann. Die Übertragung des Fußpilzes erfolgt durch Kontakt mit sporenbesetzten Hautschüppchen, die der menschliche Wirt kontinuierlich verliert. Sie sind besonders häufig im Schwimmbad, in der Sauna, in Sporthallen, in Gemeinschaftsduschen und in Hotels zu finden - immer dort, wo viele Menschen barfuß laufen. Aber auch im eigenen Haushalt kann der Fußpilz lauern, wenn ein Familienmitglied betroffen ist.
Erkennen und vorbeugen
Da Pilzerreger fast überall vorkommen, kann man ihnen nur schwer aus dem Weg gehen. Allerdings führt nicht jeder Kontakt zur Erkrankung, denn nicht alle Menschen sind in gleichem Maße anfällig für eine Pilzinfektion. Ein gesunder, gepflegter Fuß bietet wenig Angriffsfläche für die Erreger und wird nicht so leicht infiziert. Damit Sie einer Erkrankung vorbeugen können, ist es wichtig, die Risikofaktoren zu kennen. Mit dem bloßen Auge lassen sich die Übeltäter nicht erkennen. Zu Beginn der Erkrankung sind die Veränderungen an den Füßen sehr unauffällig und werden oft nicht bemerkt. Ein Jucken zwischen den Zehen ist häufig der erste Hinweis. Eine Fußpilz-Erkrankung beginnt fast immer in den Zehenzwischenräumen und dort meistens zwischen dem 4. und 5. Zeh. Bei weiter fortgeschrittener Erkrankung brennt, schuppt und schmerzt die Haut. Auch die Fußränder, die Fußsohlen und die Fersen können betroffen sein. Bestimmte Fußpilz-Erkrankungen entwickeln sich schleichend, ohne Juckreiz und Schmerzen. Eine Untersuchung der Hautoberfläche zeigt bei einer Fußpilz-Infektion in der Regel Hautrötungen, schuppende Hautareale, vor allem zwischen den Zehen, und manchmal auch kleine Bläschen. In schweren Fällen sind große Hautflächen betroffen, es können sich dicke Schrunden bilden, und die Haut reißt ein. Die gute Nachricht: Sie können mit einfachen Vorbeugemaßnahmen leicht verhindern, dass der Fußpilz zuschlägt. Und gepflegte, trockene und gut durchblutete Füße sind die beste Prophylaxe.
Was tun, wenn es Sie doch erwischt hat?
Ist es doch zu einer Fußpilz-Infektion gekommen, so ist die wichtigste Maßnahme eine frühzeitige Behandlung, um die Erkrankung schnell zu heilen. Wartet man zu lange, kann sich der Pilz stark ausbreiten und evtl. auch auf die Nägel übergehen. Nagelmykosen sind sehr schwer zu heilen und erfordern intensive Behandlungsprozeduren, die oft ein Jahr oder länger andauern können. Auch eine Fußpilz-Infektion heilt nicht von alleine aus, doch kann man sie bei konsequenter Behandlung in wenigen Wochen loswerden. Dazu ist ein Anti-Pilz-Medikament (Antimykotikum) für die äußere Anwendung erforderlich, das Sie als Creme, Salbe, Lotion, Puder oder Spray in der Apotheke auch ohne Rezept erhalten. Da bei einer Fußpilz-Infektion der spezifische Erreger meistens nicht bekannt ist, sollte auf jeden Fall ein Breitspektrum-Antimykotikum verwendet werden, das gegen alle revelanten Erreger wirkt. Der Wirkstoff dringt in die obere Hautschicht ein, hemmt das Wachstum der Pilze und tötet sie anschließend gezielt ab. Hat das Medikament zusätzlich auch noch eine entzündungshemmende Wirkung, beruhigen sich die betroffenen Hautstellen besonders schnell. Besonders zeitsparend für den Patienten ist ein Anti-Pilzmittel, das nur einmal täglich aufgetragen werden muss (z.B. Canesten® EXTRA). In jedem Fall sollten Sie eine Behandlung über mindestens zwei Wochen nach Abklingen der Beschwerden fortsetzen, um sicherzustellen, dass die Pilze vollständig aus dem Gewebe entfernt sind.
So beugt man einer Fußpilz-Infektion am besten vor
Waschen Sie Ihre Füße täglich, und trocknen Sie sie immer gut ab (besonders zwischen den Zehen). Verwenden Sie täglich neue Handtücher, und teilen Sie Handtücher nicht mit anderen Personen. Wechseln Sie täglich Ihre Strümpfe. Tragen Sie nicht jeden Tag dieselben Schuhe. Lassen Sie diese immer gut trocknen und auslüften (Sportschuhe nie in der Sporttasche lassen und hin und wieder waschen). Wählen Sie bequeme, gut belüftete Schuhe und Strümpfe aus Naturmaterialien. Gönnen Sie Ihren Füßen so häufig wie möglich frische Luft, das ist Gift für den Fußpilz. Halten Sie die Füße mit Barfußlaufen und Gymnastik in Form. Sorgen Sie für eine gute Durchblutung und warme, aber nicht schweißnasse Füße. Tragen Sie in öffentlichen Schwimmbädern oder in Sporteinrichtungen immer entsprechende Schuhe. Laufen Sie in Hotelzimmern nicht barfuß. Meiden Sie die Desinfektionsduschen in öffentlichen Bädern: Der Infektionsschutz ist zweifelhaft; außerdem findet man hier eine besonders hohe Konzentration von Fußpilz-Erregern. Beugen Sie bei hohem Risiko, z.B. als Sportler, evtl. mit einem Anti-Pilzspray vor. Überprüfen Sie Ihre Füße regelmäßig auf Veränderungen oder Verletzungen (Zehenzwischenräume besonders beachten!). Ist ein Familienmitglied betroffen, nur mit Socken oder Hausschuhen laufen. Wäsche bei mehr als 60°C oder mit Zusatz eines Anti-Pilz-Wäschespülers waschen.
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