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Füße zum Verlieben
Soforthilfemaßnahmen
Sofortige Hilfe bei Fußbeschwerden ist natürlich zunächst einmal vorrangig. Sie sollten aber auf jeden Fall die eigentlichen Ursachen Ihrer Beschwerden herausfinden, damit eine dauerhafte Besserung möglich ist.
Blasen: Pudern und mit Pflaster abdecken, sodass die Blase austrocknet. Auf keinen Fall die Blase öffnen!
Brennende und heiße Füße: Heißes Fußbad mit Natron (3-4 Teile/10 l Wasser) oder Einreiben der Fußsohlen mit Franzbranntwein.
Dicke Füße: Wadengymnastik: 1-mal/Stunde 30-mal kräftig von den Fersen auf die Zehenspitzen wippen und zurück oder eine Zehenwippe (Sanitätshaus) verwenden. Hochlegen der Füße.
Dornwarzen: Sofortige Druckentlastung in den Schuhen. Eine intensive Behandlung, z.B. durch eine Fußpflegerin, ist erforderlich.
Entzündungen/Vereiterungen im Nagelbereich: Zehen in Salzwasser baden, danach entzündungshemmende Lösung auftupfen (Apotheke). Eispackungen kühlen die entzündeten Stellen (nicht länger als 10 Minuten aufliegen lassen).
Fersensporn: Ruhe, Kühlung, Fersenkissen in die Schuhe einlegen, weiche Schuhe tragen.
Fußpilz: Sofort nach Entdeckung mit Anti-Fußpilzprodukten behandeln, um ein Ausbreiten und das Übergreifen auf andere Fußbereiche zu verhindern. Übrigens: Bei Nichtbehandlung können Fußpilzerreger auch auf andere Körperregionen, z.B. Leistenbeuge, übertragen werden und dort zu Hautpilzinfektionen führen. Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um eine Ansteckung von Familienmitgliedern o.a. zu verhindern. Bei hartnäckigen Fällen den Arzt oder Apotheker aufsuchen.
Hammerzehen: Linderung verschaffen spezielle Fußpolster. In vielen Fällen ist eine chirurgische Korrektur möglich.
Hornhaut: Fußbad evtl. mit Zusätzen, z.B. Kräuter oder ätherische Öle. Im Anschluss verdickte Hornhaut abfeilen oder vorsichtig raspeln (spezielle Fußpflegeutensilien verwenden).
Hühneraugen: Täglich Fußbäder mit Apfelessig zum Einweichen. Aufkleben von Hühneraugenpflaster (Apotheke) und nach einigen Tagen Entfernen des Hühnerauges. Mit größeren Hühneraugen zur Fußpflege gehen.
Kalte Füße: Heißes Fußbad bei 36-40°C. Wechselbäder und Kneippbäder fördern die Durchblutung. Bei längerem Sitzen Zehen bewegen.
Knickfüße: Einlagen tragen. Fuß mit Gymnastik kräftigen.
Müde Füße: Ein Salzbad macht müde Füße munter. Täglich mit kaltem Wasser duschen.
Nagelpilz: Sofort den Arzt aufsuchen; eine intensive Behandlung ist erforderlich.
Plattfüße: Einlagen tragen. Häufig barfuß laufen und Fußgymnastik machen.
Raue, rissige Haut: Fußbad zum Einweichen. Hautschuppen abfeilen oder bürsten. Pflegende Fußcreme auftragen oder vor dem Schlafengehen die Füße mit Olivenöl einreiben und über Nacht Baumwollsocken tragen. Auf Fußpilz prüfen!
Schweißfüße: Eichenrindenbäder maximal 2-mal pro Woche. Atmungsaktive Schuhe und Strümpfe tragen.
Senkfüße: Einlagen tragen. Viel barfuß laufen und Fußgymnastik machen.
Sonnenbrand: Kühlen und in Essigwasser baden oder ein mit Essig getränktes Tuch auflegen. Im Anschluss die Füße gut eincremen und vor Sonne schützen.
Spreizfüße: Einlagen tragen. Häufig barfuß laufen und Fußgymnastik machen.
Spröde, rissige Nägel: Vorsichtig glatt feilen und pflegende Creme auftragen. Ernährungsgewohnheiten im Hinblick auf Mineralstoffmangel kontrollieren. Auf Nagelpilz prüfen!
Tiefe Haut- und Bindegewebsrisse: Unbedingt den Arzt aufsuchen. Hier ist eine längere Behandlung erforderlich.
Verdickte Nägel: Nach einem Fußbad vorsichtig abfeilen. Auf Nagelpilz untersuchen.
Warzen: Nie schneiden! Warzentinktur aus der Apotheke auftragen. Chirurgische Entfernung, Vereisung, Laserbehandlung.
Wann sollten Sie zum Arzt oder in die Apotheke?
Grundsätzlich ist es wichtig, dass Sie einen Arzt aufsuchen oder sich in der Apotheke beraten lassen, wenn Sie sich bei der Einschätzung Ihrer Erkrankung nicht sicher sind (Fußpilz, Warzen oder Fußfehlstellungen werden oft lange nicht erkannt). Aber: Lassen Sie sich auch bei kleineren Fußproblemen in der Apotheke beraten, damit Sie Ihre Beschwerden von Anfang an richtig behandeln.
Hinweis: Diabetiker und Patienten mit Venenerkrankungen sind besonders häufig von diversen Fußproblemen betroffen. Die Pflege und Behandlung der Füße dieser Patienten müssen individuell abgestimmt werden. Daher sollte die fundierte Beratung und Anleitung eines Arztes, Apothekers oder einer medizinischen Fußpflegerin in Anspruch genommen werden.
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