Fachpraxis für Fußpflege - Ruth Kunde
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Füße zum Verlieben

Die Füße brennen und schmerzen - was nun?

Nahezu jeder hat in seinem Leben irgendwann einmal Probleme mit seinen Füßen. Einige Beschwerden vergehen schnell, andere bedürfen einer langen und intensiven Pflege bzw. Behandlung. Jeder Dritte hat heutzutage dauerhaft leichte bis schwere Fußprobleme, die von den Betroffenen zunächst unbemerkt bleiben, da sie nicht immer gleich mit Schmerzen einhergehen. Aus diesem Grund ist es wichtig, regelmäßig die Gesundheit der Füße zu testen und auch "kleine Wehwehchen" ernst zu nehmen.

Weit verbreitete Beschwerdebilder und mögliche Ursachen

Wo drückt der Schuh? Diese Frage sollte man sich angesichts von Druckstellen, Blasen oder Hühneraugen an den Füßen zuerst stellen. Mit diesen scheinbar harmlosen Beschwerden nehmen schwerwiegende Fußprobleme häufig ihren Anfang.

Folgen von Überbelastung

Zeigen sich nach dem Sport oder einer Wanderung Blasen an den Füßen, ist dies ein Zeichen für eine übermäßige punktuelle Belastung des Fußes. Bleibt sie dauerhaft bestehen, bilden sich Druckstellen, und es entsteht zum Schutz der Fußknochen eine verdickte Hornhaut. Über einen längeren Zeitraum kann dies zur Bildung von Hühneraugen (Clavi) führen. Eine weitere Folge ungeeigneter Schuhe oder zu starker Belastung sind heiße, brennende und müde oder auch dicke, geschwollene Füße. Sind die Beschwerden durch bequemere Schuhe oder Entlastung der Füße nicht zu beheben, sollte der Arzt nach anderen Ursachen suchen.

Feuchte und kalte Füße

Schweißfüße sind nur bei 10% der Betroffenen auf eine Erkrankung zurückzuführen. Vielfach schwitzen Füße besonders bei starker Belastung (z.B. Sport) oder dann, wenn die Schuhe nicht atmungsaktiv sind (Sportschuhe, Gummistiefel o.ä.). Häufig kalte Füße sind oft ein Zeichen schlechter Durchblutung. Auch hier kann die Ursache z.B. bei einengenden Schuhen gesucht werden, oder es liegt möglicherweise eine Kreislauferkrankung vor. Achtung: Feuchte, schlecht durchblutete Füße sind besonders anfällig für Fußpilz.

Falsche Fußpflege und ihre Konsequenzen

Veränderungen an den Zehennägeln können durch enge Schuhe, Stoffwechselerkrankungen oder Nagelpilz hervorgerufen werden. Eingewachsene Nägel können ein deutlicher Hinweis auf beengte Zehen oder falsch geschnittene Nägel sein. Entzündungen am Nagelwall oder Nagelbett werden häufig durch Fehler bei der Nagelpflege oder mangelnde Hygiene hervorgerufen.

Auslöser von Fußpilz

Wenn es zwischen den Zehen juckt und sich die Haut schuppt, kann dies ein Hinweis auf eine Fußpilz-Erkrankung sein. Die Erreger der Erkrankung werden durch Hautschuppen bereits erkrankter Personen übertragen. Besonders leicht hat es der Fußpilz, wenn die Fußhygiene mangelhaft ist, die Füße schlecht abgetrocknet oder häufig in nicht atmungsaktive Schuhe gesteckt werden. Als weitere Auslöser gelten ein geschwächtes Immunsystem sowie kalte, schlecht durchblutete Füße. Eine Behandlung der ersten Anzeichen von Fußpilz ist unbedingt erforderlich, damit sich die Erkrankung nicht auf den gesamten Fuß oder die Nägel ausbreiten kann.

Fehlbelastungen

Verkürzte Sehnen entstehen, wenn man dauerhaft in sehr hohen Schuhen läuft. Barfuß laufen oder das Tragen flacher Schuhe wird durch die zu kurzen Sehnen schmerzhaft und ist erst nach längerem Training wieder möglich. Fersensporn und Dornwarzen sind dornartige, schmerzhafte Hautveränderungen in der Ferse und unter dem Fußballen. Sie werden in den meisten Fällen durch eine Fehlbelastung der Füße verursacht. Senk-, Platt-, Knick-, Spreiz- und Hohlfüße sowie Hammerzehen bringen vielfach starke Schmerzen mit sich. Diese Fußfehlstellungen sind die Folge einer gestörten Fußstatik. Dabei sind Form und Funktion des Längsgewölbes am Fuß und des Vorderfußgewölbes verändert.

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